Weinen, das darf sein....

 

Mit dem wunderbaren Rainer Maria Rilke greife ich auf, was sehr bedeutsam und oft schwierig im Leben ist:

Ja, eben auch die Traurigkeit, die Tränen, die Schwere brauchen ihren Platz in uns - sparen wir sie aus - übernehmen Sie das Ruder unseres Lebens...

In meiner Praxis, in der Begegnung mit den Menschen ist es oft ein gemeinsames Hingehen- und Hinspüren in Lebensbereiche die Schmerzen und keinen Platz fanden, ausgedrückt zu werden

Einer meiner Lehrer, Karl Adamek, betonte immer, dass Tränen Schmelzwasser sind. Was gefroren war, wird im Kontakt erwärmt und darf einfach abfliessen, der Garten wird bewässert und Neues wächst. Ich will also ermutigen!

Und - ja klar: LACHEN & FREUDE folgen :-)

 

Wie sollten wir jene alten Mythen vergessen können, die am Anfange aller Völker stehen, die Mythen von den Drachen, die sich im äußersten Augenblick in Prinzessinnen verwandeln; vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die darauf warten, uns einmal schön und mutig zu sehen. 

 

Vielleicht ist alles Schreckliche im Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will.

Da durften Sie nicht erschrecken, wenn eine Traurigkeit vor Ihnen sich aufhebt, so groß, wie Sie noch keine gesehen haben; wenn eine Unruhe, wie Licht und Wolkenschatten, über Ihre Hände geht und über all Ihr Tun. 

 

Sie müssen denken, dass etwas mit Ihnen geschieht, dass das Leben Sie nicht vergessen hat, dass es Sie in der Hand hält; es wird Sie nicht fallen lassen.

Warum wollen Sie irgendeine Schwermut von Ihrem Leben ausschließen, da Sie doch nicht wissen, was diese Zustände an Ihnen arbeiten?

 

 Rainer Maria Rilke