Psychotherapeutin und Facebook - Auweia oder Na klar?

Ja, ich bin bei facebook.

 

„Was – in Deiner Branche – als Psychotherapeutin?“

 

In der Therapieszene nicht gerne gesehen und oft belächelt.

 

Online über social media I facebook - ich bin kein unbeschriebenes Blatt, gebe mehr von mir Preis als „über mich“ auf meiner website.

 

Alte Therapieschulen sagen: „sei ein Neutrum, teile so wenig wie möglich von dir mit.“

Meine Klient*innen – Menschen, die ich begleite in ihr volles Potential zu kommen, dürfen gerne mehr über mich wissen.

 

Nein, ich poste nicht mein Mittagessen, aber

 

  •  das, was mir gut tut
  • wo ich feststecke und Wege, wie ich wieder herausfinde
  • Impulse, womit ich ermutigen möchte
  • ich gehe in Beziehung, weil auf mich kann man sich beziehen
  • ich teile, was mich beschäftigt und bewegt
  • ich erinnere an Übungen und Tools
  • schaffe Angebote
  •  Informiere über (nicht nur) eigene Angebote & Seminare
  • gebe Impulse wer, wo was?
  • teile Buch- und Musikempfehlungen

 

Warum mache ich das?

 

Weil wir so Lernen und Wachsen, weil es gut ist wahrhaftig zu sehen wie andere es machen. So haben wir schon als Kinder gelernt.

Laufen, Essen, Beziehung.

Es geht nicht um die perfekte Benutzeroberfläche, es geht um „menscheln“.

Das schafft Verbindung.
In Verbindung mit anderen fühlen wir uns nicht so alleine und wagen es weiter zu gehen, auszuprobieren.

 

Vielleicht schafft es auch Hoffnung, denn wenn andere es schaffen, kann ich es auch.

 

Kritische Stimme: „aber das ist doch keine echte Verbindung: facebook Freund*innen, Follower*innen“.

Stattgegeben.

Das Eine soll auch das Andere nicht ersetzen.

Nennen wir es also ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot.

Für manche ein Türöffner, für andere online Begleitung im laufenden Prozess in der Praxis.

Andere wieder nutzen hier und da über facebook Impulse: Satz, Bild, Video.

 

Social media schafft Möglichkeiten, Menschen zu ermutigen sich auf den Weg zu machen.

 

Weg von „sich behandeln lassen“,  wie es ja in einigen Psychotherapieschulen bis heute heißt, hin zur Selbstermächtigung und Selbstbefähigung.

 

Nein, natürlich läuft nicht alles rund bei facebook, in der der social media Welt.

 

Selektion ist wichtig

 

Zeitliche Limits sind wichtig, sonst ist es ein Fass ohne Boden und plötzlich ist es wieder Mitternacht. 

 

Aber wir dürfen uns diesen neuen Möglichkeiten mehr öffnen.

 

Ich gehe auf jeden Fall weiter und baue u.a. über facebook, neben meinem offline Angeboten in der Praxis und den Seminaren, online meine Angebote aus.

 

Ich bin 51 Jahre. Wieder rümpfen Kolleg*innen die Nase: Was tut sie da für modernen Quatsch? Das funktioniert doch nicht. Sitzungen via Skype und zoom, weltweit?

 

Doch es funktioniert:  auch online entsteht Beziehung und ich kann von überall arbeiten.

 

Was fehlt ist die körperliche Berührung. Das stimmt.

 

Darum kommen manche von weit her zu mir in die Praxis – vielleicht 4x im Jahr und den Rest Skypen oder Zoomen wir.

Alles ist in Bewegung und es ist mehr möglich als wir denken!